Kündigungsschreiben Generator
Erstelle ein rechtssicheres Kündigungsschreiben für Wohnung, Arbeitsvertrag, Handyvertrag, Fitnessstudio oder Versicherung — in Sekunden, KI-gestützt.
So funktioniert es
- 1Vertragsart wählenWähle aus dem Dropdown, was du kündigen möchtest.
- 2Daten eingebenTrage deine Angaben, Empfänger und Vertragsnummer ein.
- 3Schreiben generierenDie KI erstellt ein passendes, rechtskonformes Schreiben.
- 4Kopieren und versendenKopiere den Text, drucke ihn aus und versende per Einschreiben.
Kündigungsschreiben: Was rechtlich rein gehört und wo die Fallen liegen
Was ein rechtssicheres Kündigungsschreiben enthalten muss
Jedes Kündigungsschreiben braucht — egal ob Wohnung, Arbeitsvertrag oder Fitnessstudio — die gleichen formellen Grundbestandteile: die vollständige Anschrift des Absenders und Empfängers, eine eindeutige Bezeichnung des Vertrags (Vertrags- oder Kundennummer, wenn vorhanden), das Datum der Kündigungserklärung sowie das gewünschte Beendigungsdatum.
Wichtig: Bei manchen Verträgen (z. B. Mietverträgen über Wohnraum nach § 568 BGB und Arbeitsverträgen nach § 623 BGB) ist die Schriftform zwingend vorgeschrieben. Das bedeutet: eigenhändige Unterschrift auf Papier. Eine E-Mail oder ein PDF reicht in diesen Fällen nicht. Bei den meisten anderen Verträgen (Handy, Streaming, Fitnessstudio) genügt die Textform, also auch eine E-Mail mit allen Pflichtangaben — seit der Reform 2022 sogar ein Klick im Kundenkonto.
Die wichtigsten Kündigungsfristen nach BGB im Überblick
Für Wohnraummietverträge gilt § 573c Abs. 1 BGB: Der Mieter kann mit einer Frist von drei Monaten zum Ende eines Kalendermonats kündigen. Die Frist ist unabhängig davon, wie lange der Mieter in der Wohnung lebt. Anders beim Vermieter — dessen Frist verlängert sich nach fünf bzw. acht Jahren Mietdauer auf sechs bzw. neun Monate. Wenn der Mieter spätestens am dritten Werktag eines Monats kündigt, zählt dieser Monat noch mit.
Für Arbeitsverträge regelt § 622 BGB die gesetzlichen Mindestfristen: Vier Wochen zum Fünfzehnten oder zum Ende eines Kalendermonats. Bei längerer Betriebszugehörigkeit verlängert sich die Frist gestaffelt — nach 2 Jahren auf einen Monat, nach 5 Jahren auf zwei Monate, nach 20 Jahren auf sieben Monate. Diese verlängerten Fristen gelten allerdings nur für den Arbeitgeber. In Tarifverträgen oder Arbeitsverträgen können längere (aber keine kürzeren) Fristen vereinbart sein.
Für Handy-, Streaming- und Fitnessverträge mit Verbrauchern gilt seit dem 1. März 2022 die Neuregelung in § 309 Nr. 9 BGB: Verträge dürfen sich nach Ablauf der Mindestlaufzeit nur noch auf unbestimmte Zeit verlängern, und die Kündigungsfrist während dieser Verlängerung beträgt maximal einen Monat. Stillschweigende Jahresverlängerungen sind seither unzulässig — alte AGB-Klauseln, die das vorsehen, sind unwirksam.
Wohnung kündigen: Schritt für Schritt
Wer aus seiner Mietwohnung auszieht, kündigt typischerweise ordentlich nach § 573c BGB. Das Schreiben sollte den Mietvertrag eindeutig identifizieren, alle Mieter aus dem Mietvertrag namentlich nennen und unterschreiben (gemeinsamer Mietvertrag = gemeinsame Kündigung) und das konkrete Beendigungsdatum benennen, das die Drei-Monats-Frist einhält.
Außerordentliche Kündigungen — etwa bei erheblichen Mängeln, fehlender Zustimmung zu einer Untervermietung oder Tod des Mieters — folgen anderen Regeln (§ 543, § 561, § 564, § 569 BGB) und brauchen meist eine ausführliche Begründung. Bei diesen Fällen empfehlen wir, vor Versand des Schreibens eine kurze rechtliche Einschätzung einzuholen, weil ein Fehler hier dazu führt, dass die Kündigung unwirksam wird und die Drei-Monats-Frist wieder von vorne läuft.
Arbeitsvertrag kündigen: was Arbeitnehmer beachten müssen
Die ordentliche Kündigung durch den Arbeitnehmer ist deutlich unkomplizierter als die durch den Arbeitgeber: Arbeitnehmer müssen keinen Grund nennen, kein Kündigungsschutzgesetz beachten und keine Sozialauswahl treffen. Es genügt das Schreiben mit Vertragsbezeichnung, Datum und Unterschrift. Die gesetzliche Frist beträgt nach § 622 Abs. 1 BGB vier Wochen zum Fünfzehnten oder zum Monatsende — abweichende Regelungen im Arbeits- oder Tarifvertrag haben Vorrang.
In der Probezeit (maximal sechs Monate, § 622 Abs. 3 BGB) verkürzt sich die Frist auf zwei Wochen ohne Bindung an Monatsende. Bei einer außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund (§ 626 BGB) — etwa wegen sexueller Belästigung, ausbleibender Lohnzahlung oder gravierender Vertragsverletzungen — muss das Schreiben innerhalb von zwei Wochen nach Kenntnis des Grundes erfolgen und den wichtigen Grund nicht zwingend benennen, aber auf Verlangen offenlegen.
Handy, Streaming, Fitnessstudio: das hat sich seit 2022 geändert
Die TKG-Reform und das Gesetz für faire Verbraucherverträge haben die Lage für Verbraucher deutlich verbessert. Drei Kernpunkte: Erstens kann ein Vertrag, der zunächst eine Mindestlaufzeit von bis zu zwei Jahren hat, nach deren Ablauf nicht mehr automatisch um ein weiteres Jahr verlängert werden — es entsteht ein laufzeitloser Vertrag, der jederzeit mit einem Monat Frist gekündigt werden kann.
Zweitens müssen Anbieter auf ihrer Website einen 'Kündigungsbutton' anbieten, der eine elektronische Kündigung ohne Anmeldung im Kundenkonto erlaubt (§ 312k BGB). Drittens muss der Anbieter jede eingegangene Kündigung schriftlich oder elektronisch bestätigen — verweigert er das, gilt die Kündigung trotzdem als zugegangen, wenn der Verbraucher den Versand belegen kann.
Bei Fitnessstudio-Mitgliedschaften gilt zusätzlich ein Sonderkündigungsrecht: Wer dauerhaft umzieht (mehr als 50 km Entfernung) oder aus gesundheitlichen Gründen das Studio nicht mehr nutzen kann, kann außerordentlich kündigen — sofern ein ärztliches Attest vorliegt.
Häufige Fehler — und wie du sie vermeidest
Der häufigste Fehler ist die fehlende oder zu späte Zustellung: Wer das Kündigungsschreiben per einfacher Post oder am letzten Werktag der Frist verschickt, riskiert, dass es nicht rechtzeitig zugeht. Ein Einwurfeinschreiben oder ein Übergabe-Einschreiben mit Rückschein sind die sichersten Varianten — der Empfang gilt als zugegangen, sobald die Sendung im Briefkasten des Empfängers liegt.
Der zweite klassische Fehler ist die unklare Vertragsbezeichnung. 'Hiermit kündige ich meinen Vertrag' ist zu vage, wenn der Empfänger mehrere Verträge mit dir hat. Nenne immer die Kunden- oder Vertragsnummer und die Vertragsart. Der dritte Fehler: fehlende Unterschrift bei schriftformpflichtigen Verträgen — eine Tippsignatur in einer E-Mail ist keine Unterschrift im Rechtssinn. Schließlich: Mehrere Mieter oder Vertragsparteien müssen alle unterschreiben, sonst ist die Kündigung unwirksam.
Was tun, wenn der Empfänger nicht reagiert oder die Kündigung ablehnt?
Bleibt eine Bestätigung aus, ist die Kündigung trotzdem wirksam, wenn der Zugang nachweisbar ist (deshalb das Einschreiben). Bei Bestreiten der Kündigung durch den Empfänger — z. B. dem Vermieter, der behauptet, das Schreiben nie erhalten zu haben — entscheidet im Streitfall das Amtsgericht. Hier zählt jeder Beweis: Einwurfeinschreiben-Quittung, Faxprotokoll, Bestätigungsmail oder Zeugen.
Wenn der Empfänger die Wirksamkeit der Kündigung selbst angreift (etwa weil Frist oder Form nicht stimmen sollen), kannst du innerhalb einer angemessenen Frist nachbessern und neu kündigen. Bei Arbeitsverträgen gilt allerdings: Eine Kündigungsschutzklage muss innerhalb von drei Wochen nach Zugang der Kündigung beim Arbeitsgericht eingereicht werden (§ 4 KSchG), sonst wird die Kündigung wirksam — diese Frist ist unverlängerbar.
Häufige Fragen
Ist das generierte Kündigungsschreiben rechtssicher?
Das Schreiben folgt den üblichen Anforderungen nach BGB (insb. § 568, § 573c) und enthält alle formellen Pflichtangaben. Für besonders komplexe Sonderfälle (außerordentliche Kündigung, Mängel) empfehlen wir zusätzlich einen Anwalt.
Was ist die Kündigungsfrist für meine Wohnung?
Mieter können nach § 573c BGB mit einer Frist von drei Monaten zum Ende eines Kalendermonats kündigen — unabhängig von der Wohndauer.
Wie kündige ich meinen Handyvertrag fristgerecht?
Bei Verträgen ab 1. März 2022 gilt: nach Ablauf der Mindestlaufzeit kannst du monatlich kündigen mit einer Frist von einem Monat (TKG § 56).
Muss ich das Schreiben per Einschreiben senden?
Empfehlenswert ja. Ein Einwurfeinschreiben ist im Streitfall ein Nachweis des Zugangs — das genügt vor Gericht meistens.
Werden meine Daten gespeichert?
Wir speichern keine personenbezogenen Daten aus deinem Schreiben. Es wird einmalig zur Generierung an Anthropic (Claude) übertragen, dort 30 Tage maximal aufbewahrt.
Kostet das Tool etwas?
Nein. Die Nutzung ist kostenlos und ohne Anmeldung.
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